#Tag 20
Entfernungen sind relativ…
Veröffentlicht am: 4. Oktober 2021

Wahnsinn, schon der 20. Tag…

… dieser beginnt grau und nass.

In der Nacht wurde der Wind wieder so stark, dass ich mich umstellen musste und hinter einem Container Schutz suchte.

Leider hat das mit den Nachtfotos gestern nicht so geklappt, trotz dem fahr ich die Punkte ab.

Die Fotos sind zwar nicht so beeindruckend, aber die Orte dafür umso mehr.

Im gesamten Gebiet rund um Kiruna ist die ESA sehr aktiv.

Es gibt einige Forschungs-und Radarstationen.

Diese liegen noch mehr im Nirgendwo als ich eh schon bin.

Das wird dann auch noch von Schildern unterstrichen, auf denen vor „Hundeschlitten“ gewarnt wird,

die aber auf Grund des noch nicht liegenden Schnees auf ander Gefährte ausweichen müssen.

Zur ersten Anlage geht es 5 km über Stock und Stein…

…Teilweise so extrem, dass ich schon erwas ins Grübeln kam, ob ich da überhaupt weiter fahren soll…

… und ich schimpfte über mein Navi, da ich auf der Karte sah, dass es auch eine andere Straße gab, die um einiges besser ist.

Aber … kein Platz zum Umdrehen, ich muss da jetzt durch.

Auf dem Hügel angekommen, war es dann doch nicht so imposant wie es von der Ferne wirkte.

Zurück ging es dann ca. 6 km über eine gute Schotterstraße…

…doch kurz vor der Hauptstraße wurde mir klar, warum das Navi mir diese Straße nicht gezeigte hat…

Hm…

… da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als alles wieder retour zu fahren… wenigstens konnte ich hier wenden.

Doch ich hatte Glück…

Kurz nach dem ich gewendet hatte, kam ein Auto von der Station und öffnete den Schranken.

Witziger Weise interessierte es den Fahrer überhaupt nicht, wie ich hier hergekommen bin, obwohl der Schranken geschlossen war.

Aber egal, ich war wieder frei und konnte meine Reise fortsetzen.

Zeit um die Raketenabschussrampe zu besuchen.

Oder sollte ich besser sagen…

Area 51

Auf den gut 20 km dorthin, kamen mir einige 60 Tonner entgegen…

Was mich hoffen ließ, dass es sich nicht nur um einen Schotterplatz handelt.

Doch nach einer Kurve hinter einem Hügel war Schluss…

Das Einfahrtstor zur Anlage, und ab hier ist alles verboten, was man nur so verbieten kann.

Netterweise gab es am Eingang ein „Visitor Center“

Dort traf ich zufällig jemanden aus München, der mit seiner Firma gerade Tests an Raketentriebwerken macht.

Er erzählte mir ein paar interessante Dinge, bevor er wieder weiter musste.

Der nächste Start einer Rakete findet in ca 2 Monaten statt, das geht sich für mich leider nicht aus.

Ganz verkneifen konnte ich es mir aber nicht, zu versuchen, einen Blick zu erhaschen.

Also ging es mit dem Bus ein Stückchen zurück und dann zu Fuß den Hügel hoch.

Leider sind die Fotos eher Suchbilder, da die Satellitenschüsseln alle weiß sind.

Nun aber weiter Richtung Rovaniemi,das liegt in Finnland und ist 357 km entfernt.

Dort erhoffte ich mir den Weihnachtsmann zutreffen.

Gut 6 Stunden später war ich dann auch dort.

Rovaniemi…

…der offizielle Wohnort des Weihnachtsmannes

…leider dürfte der aber gerade in seiner Werkstatt am Nordpol sein…

… oder er hat einfach schon Feierabend gemacht.

An diesem Ort habe ich auch offiziell den Polarkeis wieder verlassen…

…und bin quasi wieder zurück in der normalen Weld.

Die Suche nach einem Schlafplatz führte mich dann wieder zurück nach Schweden und noch 453 km weiter.

Nach dem Überschreiten der 7000 km Marke war für heute dann aber, nach genau 950 km und 13 Stunden und 8 Minuten, Schluss.